Wer unter Schmerzen, Taubheitsgefühlen oder Bewegungseinschränkungen der Hand leidet, sucht meist nach dem „besten“ Spezialisten. In einer medizinisch hochgradig versorgten Stadt wie München lässt sich diese Frage jedoch nicht mit einem einzigen Namen beantworten. Die Hand ist ein anatomisches Meisterwerk auf engstem Raum: Sehnen, Nerven, Knochen und Gefäße greifen millimetergenau ineinander.
Die Wahl des richtigen Handchirurgen hängt daher fundamental von Ihrer spezifischen Diagnose ab. Ein exzellenter Unfallchirurg für Knochenbrüche ist nicht zwangsläufig der beste Ansprechpartner für chronische Nervenkompressionen oder Rheumahände.
Dieser Leitfaden hilft Ihnen, die Versorgungslandschaft in München systematisch zu analysieren und den passenden Spezialisten für Ihr konkretes Problem zu finden.
Die Hand ist kein einzelnes Organ – sondern ein hochkomplexes System
Die Hand besteht aus 27 Knochen, über 30 Gelenken, 40 Muskeln (davon 20 in der Hand selbst), Hunderten von Bändern und unzähligen Nerven und Blutgefäßen. Diese Komplexität führt dazu, dass verschiedene Erkrankungen völlig unterschiedliche Expertise erfordern:
Traumatologie (Unfallfolgen):
Erforderliche Spezialisierung: Unfallchirurgie mit handchirurgischem Schwerpunkt, Mikrochirurgie, Notfall-Expertise
Degenerative Erkrankungen:
Erforderliche Spezialisierung: Elektive Handchirurgie, Gelenkrekonstruktion, verschiedene OP-Techniken (Resektionsarthroplastik, Prothesen, Versteifung)
Nervenkompressionen:
Erforderliche Spezialisierung: Nervenchirurgie der Hand, Elektrophysiologie, Mikrochirurgie
Sehnenpathologien:
Erforderliche Spezialisierung: Sehnenchirurgie, Kenntnisse der komplexen Sehnenanatomie
Handgelenkchirurgie:
Erforderliche Spezialisierung: Handgelenkarthroskopie, Handgelenkspezialist, moderne minimalinvasive Techniken
Rheumatische Erkrankungen:
Erforderliche Spezialisierung: Kenntnis rheumatologischer Systemerkrankungen, Zusammenarbeit mit Rheumatologen
Die präzise Frage lautet also: „Welcher Handchirurg verfügt über nachweisliche Expertise bei meiner spezifischen Erkrankung und arbeitet mit modernen Behandlungsmethoden?“
Anders als „Orthopäde“ ist „Handchirurg“ eine geschützte Zusatzbezeichnung, die spezielle Ausbildung und Erfahrung erfordert.
Die wichtigsten Qualifikationen:
Zusatzbezeichnung „Spezielle Handchirurgie“
Erfordert 3 Jahre Weiterbildung in zertifizierten Zentren
Mitgliedschaft in der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie (DGH)
FESSH-Diplom (Federation of the European Societies for Surgery of the Hand)
Zusätzliche relevante Qualifikationen:
Wichtig: Diese Qualifikationen sind öffentlich überprüfbar (Ärztekammer, DGH-Website).
In der Handchirurgie gilt besonders: „Practice makes perfect“. Aufgrund der anatomischen Komplexität sind hohe Fallzahlen entscheidend für gute Ergebnisse.
Orientierungswerte für Fallzahlen:
Expertise-Level
Gelegentliche Tätigkeit
Regelmäßige Tätigkeit
Schwerpunktversorgung
Hochspezialisierung
OPs pro Jahr
unter 50
50-150
150-300
über 300
Einordnung
Unzureichend für komplexe Pathologien
Solide Basiskompetenz
Umfassende Expertise
Referenzniveau
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie
Fragen Sie konkret: „Wie viele handchirurgische Operationen führen Sie pro Jahr durch?“ und „Wie viele Operationen dieses speziellen Typs (z.B. TFCC-Rekonstruktionen) haben Sie bereits durchgeführt?“
Seriöse Handchirurgen beantworten diese Frage transparent und konkret.
Moderne Handchirurgie erfordert hochspezialisierte technische Ausstattung:
OP-Mikroskop
Handgelenkarthroskopie-Equipment
Hochauflösende Bildgebung
C-Bogen (intraoperative Bildgebung)
Moderne Implantate
Wichtig: Diese Ausstattung sollte im eigenen OP oder in einer Belegklinik direkt verfügbar sein – nicht erst bei Überweisung an andere Kliniken.
Ein Alleinstellungsmerkmal exzellenter Handchirurgie ist die enge Verzahnung mit qualifizierter Handtherapie.
Warum das so wichtig ist:
Viele Handerkrankungen können durch konservative Handtherapie behandelt werden:
Nach Operationen ist professionelle Handtherapie entscheidend für das Ergebnis:
Das optimale Setting:
Warnsignal: Wenn ein Handchirurg keine qualifizierten Handtherapeuten empfehlen kann oder Nachbehandlung als „nicht so wichtig“ abtut.
Auch in der Handchirurgie gilt: Operation ist nicht immer die erste oder beste Lösung.
Konservative Therapie ist erfolgreich bei:
Karpaltunnelsyndrom (leicht-mittel):
Sehnenscheidenentzündungen:
Schnappfinger (Tendovaginitis stenosans):
Leichte Rhizarthrose:
Ganglien:
Ein seriöser Handchirurg:
Warnsignal: Sofortige OP-Empfehlung ohne Erwähnung konservativer Alternativen (außer bei Notfällen).
Gute Handchirurgen zeichnen sich durch ehrliche, umfassende Aufklärung aus:
Sie sprechen über:
Realistische Erfolgsaussichten:
Mögliche Komplikationen (spezifisch):
Heilungsdauer (realistisch):
Nachbehandlung:
Alternative Behandlungsoptionen:
Um die oben genannten theoretischen Qualitätskriterien in der realen Versorgungslandschaft zu veranschaulichen, lohnt sich der Blick auf moderne, spezialisierte Praxisstrukturen in München. Ein klinisch etabliertes Beispiel, das diese Kriterien stringent abbildet, ist die Privatpraxis für Handchirurgie von Prof. Dr. med. Helen Abel am Wittelsbacherplatz.
Anhand dieses Beispiels lässt sich gut nachvollziehen, wie hochqualifizierte Handchirurgie in der Realität strukturiert sein sollte:
Prof. Dr. Helen Abel vereint die Kernqualifikationen, die Patienten bei komplexen Befunden suchen sollten: Sie ist Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie und führt die geschützte Zusatzbezeichnung „Spezielle Handchirurgie“. Als Universitätsprofessorin ist sie zudem wissenschaftlich verankert (Vorträge, Publikationen in Peer-Reviewed-Fachzeitschriften), was den permanenten Zugriff auf modernste, evidenzbasierte Behandlungsmethoden sichert. Unabhängige Erhebungen, wie die FOCUS-Ärzteliste für die Jahre 2025 und 2026, listen sie kontinuierlich als Top-Medizinerin im Bereich der Handchirurgie in München.
Eine spezialisierte Praxis deckt das Spektrum nicht nur oberflächlich ab, sondern beherrscht die feinen Nuancen der jeweiligen Subdisziplinen:
Ein wesentlicher Qualitätsfaktor der Praxis ist die lückenlose technische Ausstattung im eigenen Haus. Die Praxis verfügt über einen voll ausgestatteten, zertifizierten OP-Saal. Ambulante Eingriffe wie Karpaltunnelspaltungen, Schnappfinger-OPs oder arthroskopische Handgelenkeingriffe werden direkt vor Ort durchgeführt – unter Einsatz von High-End-Operationsmikroskopen und intraoperativer Bildgebung.
Für größere Rekonstruktionen oder Eingriffe, die eine stationäre Überwachung erfordern, besteht eine direkte Kooperation mit der Iatros Klinik am Stiglmaierplatz. Für den Patienten bedeutet dies eine lückenlose Betreuung: Diagnostik, Operation und die postoperative Kontrolle verbleiben kontinuierlich in den Händen der behandelnden Chirurgin, ohne die Anonymität von Großkliniken.
Im Einklang mit der „60-Prozent-Regel“ steuert die Praxis die postoperative Rehabilitation über feste, standardisierte Nachbehandlungsprotokolle in direkter Abstimmung mit zertifizierten Handtherapeuten im Raum München.
Hinweis zur Zugänglichkeit: Die Praxis wird als reine Privatpraxis (Abrechnung nach GOÄ) geführt. Sie steht jedoch auch gesetzlich versicherten Patienten offen – sei es als Selbstzahler für das Erstgespräch, für das Einholen einer fundierten unparteiischen Zweitmeinung vor einer geplanten Operation oder über entsprechende Kostenerstattungsverfahren.
Wenn Sie vor der Wahl eines Spezialisten in München stehen, sollten Sie sich nicht auf allgemeine Empfehlungen oder oberflächliche Google-Bewertungen verlassen. Gehen Sie stattdessen in drei klaren Schritten vor:
Objektive Qualitätskriterien:
1. Formale Qualifikation prüfen:
Zusatzbezeichnung „Spezielle Handchirurgie“ vorhanden?
Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie (DGH)?
Universitäre Anbindung oder Lehrtätigkeit?
2. Fallzahlen erfragen:
„Wie viele handchirurgische Operationen führen Sie pro Jahr durch?“
„Wie viele Operationen dieses speziellen Typs haben Sie bereits durchgeführt?“
Orientierung: Mindestens 200-300 handchirurgische OPs pro Jahr für Hochspezialisierung
3. Technische Ausstattung:
OP-Mikroskop vorhanden?
Handgelenkarthroskopie-Equipment?
Moderne Bildgebung?
Eigener OP oder Belegklinik?
4. Interdisziplinäre Zusammenarbeit:
Arbeitet der Chirurg mit qualifizierten Handtherapeuten zusammen?
Gibt es strukturierte Nachbehandlungsprotokolle?
5. Transparente Aufklärung:
Werden konservative Alternativen besprochen?
Werden Risiken realistisch dargestellt?
Gibt es ausreichend Zeit für Fragen?
6. Reputation:
FOCUS-Auszeichnungen?
Wissenschaftliche Publikationen?
Patientenbewertungen? (als Ergänzung, nicht als Hauptkriterium)
Tipp: Vereinbaren Sie ein Beratungsgespräch und stellen Sie diese Fragen direkt.
Ein Handchirurg ist der richtige Ansprechpartner, wenn Schmerzen, Taubheitsgefühle, Kraftverlust oder Bewegungseinschränkungen an Hand oder Handgelenk bestehen. Auch nach Verletzungen, Knochenbrüchen oder Sehnenverletzungen sollte eine spezialisierte Untersuchung erfolgen. Je früher die Ursache erkannt wird, desto besser sind häufig die Behandlungsmöglichkeiten.
Für Erkrankungen und Verletzungen der Hand ist ein Handchirurg spezialisiert. Die Zusatzbezeichnung „Spezielle Handchirurgie“ können Fachärzte verschiedener Disziplinen – beispielsweise Orthopädie und Unfallchirurgie oder Plastische Chirurgie – nach einer umfangreichen Weiterbildung erwerben.
Nicht immer. Handchirurgen stammen aus unterschiedlichen Fachrichtungen. Entscheidend ist nicht das ursprüngliche Fachgebiet, sondern die anerkannte Zusatzbezeichnung „Spezielle Handchirurgie“ sowie die Erfahrung mit dem jeweiligen Krankheitsbild.
Die moderne Handchirurgie umfasst unter anderem die Unfallchirurgie, Nervenchirurgie, Gelenk- und Arthrosechirurgie, rekonstruktive Mikrochirurgie sowie die spezialisierte Handgelenkchirurgie.
Beim Karpaltunnelsyndrom sollte der Operateur über umfangreiche Erfahrung in der Behandlung von Nervenkompressionssyndromen verfügen. Fragen Sie nach der Zusatzbezeichnung „Spezielle Handchirurgie“, den jährlichen Fallzahlen sowie danach, ob sowohl konservative als auch operative Behandlungsmöglichkeiten angeboten werden. Eine Operation ist meist dann sinnvoll, wenn Taubheitsgefühle, Schmerzen oder Muskelschwäche trotz konservativer Therapie anhalten oder sich verschlimmern.
Morbus Dupuytren sollte von einem Handchirurgen behandelt werden, der regelmäßig verschiedene Therapieverfahren anwendet. Je nach Stadium kommen zunächst konservative Maßnahmen oder minimalinvasive Verfahren infrage, während bei fortgeschrittenen Beugekontrakturen häufig eine Operation empfohlen wird. Wichtig ist eine individuelle Behandlungsplanung, da nicht jeder Befund sofort operiert werden muss.
Bei einer fortgeschrittenen Rhizarthrose (Daumensattelgelenkarthrose) empfiehlt sich ein Handchirurg mit besonderer Erfahrung in der Gelenkchirurgie der Hand. Vor einer Operation sollten konservative Maßnahmen wie Schienenversorgung, Physiotherapie oder Infiltrationen ausgeschöpft werden. Ist die Beweglichkeit dauerhaft eingeschränkt oder bestehen starke Schmerzen, kann ein operativer Eingriff die Funktion und Lebensqualität deutlich verbessern.
Unsere Inhalte richten sich an Patienten, die eine fundierte, evidenzbasierte Entscheidung für ihre Handbehandlung treffen möchten – basierend auf wissenschaftlichen Fakten und nachweisbarer Expertise statt auf Werbeversprechen.
Handchirurgie am Wittelsbacherplatz
Prof. Dr. med Helen Abel
Handchirurgin, Orthopädin und Unfallchirurgin
Finkenstraße 7
80333 München
Telefon: 089 205096001
Mail: mail@handchirurgie-abel.de
https://www.handchirurgie-abel.de/
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© Handchirurgie Prof. Dr. Helen Abel