Sie erhalten einen knappen Überblick über häufige Handoperationen wie Karpaltunnelsyndrom-Entlastung, Sehnenrekonstruktionen, Gelenkversteifungen und Endoprothesen, inklusive Indikationen, Risiken und erwarteter Rehabilitation.
Anhand der engen Verzahnung der Karpalknochen erkennst du, wie ihre Form und Lage die statische Belastung überträgt und das Handgelenk stabilisiert.
Präzise geführt ermöglichen die Retinakula den Sehnen, Kräfte gleichmäßig zu verteilen; du erkennst so ihre Rolle bei Feinbewegungen und bei operativen Rekonstruktionen.
Zudem bilden dorsale Retinakula mehrere anatomische Fächer, die Strecksehnen voneinander trennen und das Gleiten steuern; du musst bei Eingriffen Narbenbildung vermeiden, die zu Schnüren oder Sehnenadhäsionen führen kann, und sorgfältig die dorsalen Kappen rekonstruieren, um Extensionsfunktion und Sehnenführung langfristig wiederherzustellen.
Weiterhin zielen diese Eingriffe darauf ab, bedrängte Nerven zu entlasten, Ihre Sensibilität und Kraft zu verbessern und Schmerzen zu reduzieren; Sie klären mit dem Operateur Zugang, Anästhesie und den erwarteten Verlauf der Rehabilitation.
Dabei wird das Ligamentum carpi transversum vorsichtig gespalten, sodass der Druck auf den Medianusnerv sofort nachlässt; Sie bemerken oft rasche Schmerzlinderung und bessere Fingerbeweglichkeit.
Ansonsten entfernt der Operateur Narben und Verwachsungen um den Nerv, um die Leitungsbahn zu befreien; Sie sollten mit einem komplexeren Eingriff und längerer Heilungszeit rechnen.
Außerdem verlangt die Nachbehandlung der Neurolyse Geduld: Sie durchlaufen gezielte Physiotherapie, Schmerzmanagement und regelmäßige Kontrollen, da die Nervenregeneration Wochen bis Monate dauern kann und in seltenen Fällen weitere Eingriffe nötig werden.
Bei mechanischen Hemmnissen der Fingerbeweglichkeit blockieren Narben, Gelenkversteifungen oder Pulley-Defekte die Sehnengleitung; operativ werden diese Hindernisse gezielt beseitigt, damit Sie Funktionsverlust vermeiden und Beweglichkeit zurückerlangen.
Die operative Spaltung des A1-Ringbandes befreit eingeklemmte Beugesehnen, vermindert Schnappphänomene und ermöglicht Ihnen oft sofortige Verbesserung der Beugung und Streckung bei geringem Risiko.
Operativ werden bei Sehnenverwachsungen Narbenstränge entfernt, die Sehne gelöst und bei Bedarf Sehnentransfers oder -grafts angelegt, sodass Sie Gleitfähigkeit und Kraft besser wiedererlangen.
Zusätzlich umfasst die Rekonstruktion häufig Tenolyse, Pulley-Rekonstruktion und gegebenenfalls Sehnengrafting; Sie sollten mit intensiver, frühzeitiger Physiotherapie rechnen, um Rezidive zu vermeiden und die Heilung durch kontrollierte Mobilisation zu optimieren.
Weiterhin beeinträchtigt die Bindegewebskontraktur die Fingerstreckung und Griffkraft, sodass operative Maßnahmen individuell abgewogen werden müssen, um Funktion und Schmerzfreiheit für Sie wiederherzustellen.
Bei der totalen Aponeurektomie entfernen Chirurgen das erkrankte Fasziengewebe komplett, sodass Sie eine deutliche Streckungsverbesserung erreichen und das Rückfallrisiko reduziert wird; die Nachbehandlung umfasst Physiotherapie und Wundkontrollen.
Anhand minimalinvasiver Fasziotomien durch perkutane Schnitte oder Nadeln wird das kontrahierte Stranggewebe gespalten, damit Sie rasch Beweglichkeit zurückgewinnen; der Eingriff erfolgt meist ambulant mit kurzer Rekonvaleszenz.
Zudem erhalten Sie bei der minimalinvasiven Fasziotomie häufig lokale Betäubung; der Chirurg setzt gezielte Durchtrennungen des Strangs, um Gelenke zu entlasten, wobei Narbenbildung und Operationsdauer geringer sind, jedoch ein erhöhtes Rezidivrisiko besteht-darum begleitet Physiotherapie Ihre Heilung und fördert die Funktion langfristig.
Dabei führt der schrittweise Knorpelabbau zu funktionellen Einschränkungen und Schmerzen, sodass Sie oft operative Eingriffe zur Wiederherstellung oder Schmerzlinderung in Erwägung ziehen.
Bei der Resektionsarthroplastik entfernen Chirurgen das Os trapezium; Sie profitieren von schmerzlindernder Entlastung und meist verbesserten Daumenbewegungen.
Häufig wird die Arthrodese gewählt, wenn Sie dauerhafte Schmerzfreiheit benötigen; durch Versteifung wird das betroffene Gelenk stabilisiert, jedoch die Beweglichkeit eingeschränkt.
Konkret bespricht Ihr Operateur mit Ihnen den optimalen Versteifungswinkel, verwendete Fixationsmethoden (Schrauben, Platten) und die zu erwartende Rehabilitationsdauer, damit Sie realistische Erwartungen an Funktion und Belastbarkeit entwickeln.
Alternativ kann eine Endoprothese des Grundgelenks Schmerzen lindern und die Beweglichkeit erhalten, wenn Sie eine gelenkerhaltende Option bevorzugen.
Moderne Prothesen bieten gleitfähige Oberflächen und zementfreie Verankerung; Ihr Behandlungsteam wägt Material, Implantattyp und erwartete Lebensdauer ab, sodass Sie langfristig wieder belastbar sind.
Anschließend fokussieren sich die Eingriffe darauf, zerstörte anatomische Strukturen zu rekonstruieren, Schmerzen zu lindern und die Handfunktion mittels gezielter operativer und rehabilitativer Maßnahmen wiederherzustellen.
Zunächst erhalten Sie eine Osteosynthese mit Platten, Schrauben oder Draht, die die Mittelhandknochen anatomisch ausrichtet und eine frühfunktionelle Mobilisierung ermöglicht.
Danach werden Ihre gerissenen Seitenbänder am Daumen genäht oder rekonstruiert, oft ergänzt durch temporäre Stabilisierung, um die Daumenbasis und Pinzettengriff zu sichern.
Außerdem umfasst die Versorgung oft die Verwendung von Ankernähten, Sehnenersatz oder ligamentären Rekonstruktionen; bei komplexen Läsionen ergänzt man die Rekonstruktion durch knöcherne Fixation und eine individuell angepasste Physiotherapie zur Wiederherstellung der Greiffunktion.
Fein werden Ihre durchtrennten Nerven unter dem Operationsmikroskop mit feinen Nähten adaptiert, um die axonale Regeneration und die Sensibilität bestmöglich zu fördern.
Sorgfältig erfolgt die Naht epineural oder interfascikulär, bei Defekten nutzt man autologe Nerventransplantate oder Leitersubstrate; Sie müssen mit einer langsamen funktionellen Erholung über Monate rechnen, begleitet von Schmerzmanagement und sensomotorischer Rehabilitation.
Schließlich werden bei Ihnen Fehlstellungen durch gezielte Korrekturosteotomien und stabile internale Fixation korrigiert, um Achsabweichungen, Schmerzen und eingeschränkte Funktion zu beheben.
Typischerweise erfolgt vorab eine präoperative Planung mit Röntgen/CT und gegebenenfalls 3D-Simulation; intraoperativ setzt man winkelstabile Platten und gegebenenfalls Knochentransplantate ein, gefolgt von einer kontrollierten Belastungssteigerung und physiotherapeutischer Nachbehandlung zur Wiederherstellung der Biomechanik.
Bei Handoperationen werden Sehnen, Nerven, Gelenke und Knochen behandelt: Karpaltunnelspaltung, Dupuytren-Operation, Sehnenrekonstruktion, Gelenkversteifung oder Gelenkersatz und Frakturoperationen; die Wahl richtet sich nach Diagnose, Funktionserhalt und Schmerzreduktion, die Ihr Handchirurg nach Bildgebung und Untersuchung bestimmt.
Handchirurgie am Wittelsbacherplatz
Prof. Dr. med Helen Abel
Handchirurgin, Orthopädin und Unfallchirurgin
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© Handchirurgie Prof. Dr. Helen Abel
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