Sie erhalten einen klaren Überblick über Voruntersuchungen, Narkose, typische Operationsschritte, mögliche Risiken und die wichtige Nachsorge inklusive Rehabilitation, damit Sie den Ablauf einer Hand‑OP sicher einordnen können.
Im Beratungsgespräch besprichst du Krankengeschichte, Ziele und Risiken; der Chirurg erklärt OP‑Technik, Alternativen und Nachsorge, prüft Erwartungen und dokumentiert Befunde, damit du eine informierte Entscheidung treffen kannst.
Bei Röntgen, MRT oder Ultraschall werden Knochen, Gelenke und Weichteile beurteilt, damit du und das Team Operationsplanung, Implantatwahl und Prognose präzise abstimmen könnt.
Zusätzlich dienen CT‑Scans zur dreidimensionalen Darstellung von Frakturen und komplexen Fehlstellungen, MRT zur Beurteilung von Sehnen, Bändern und Knorpel; dynamische oder belastungsabhängige Aufnahmen zeigen funktionelle Defizite. Du erhältst digitale Templating‑Modelle und 3D‑Rekonstruktionen, die Schnittführung, Implantatgröße und Risiken konkretisieren und so die operative Planung sichern.
Bei Ihrer Aufnahme prüfen Pflege und Anästhesie Ihre Unterlagen, klären letzte Fragen und legen den Ablauf fest; Sie wechseln in OP-Kleidung, erhalten Informationen zur Nüchternheit und warten im vorbereiteten Zimmer.
Zunächst wird Ihre Hand desinfiziert und abgedeckt; das Team überprüft die Markierung der Operationsstelle, entnimmt Schmuck und befestigt sterile Abdeckungen, sodass die Haut sauber und frei von Keimen ist.
Dabei werden bei Bedarf Haare entfernt, antiseptische Lösungen mehrmals aufgetragen und die Einwirkzeit strikt eingehalten; sterile Tücher schaffen einen keimfreien Arbeitsbereich, Wärmedecken verhindern Unterkühlung und Sie werden final gelagert sowie an das Monitoring angeschlossen.
Vor der Operation klärt das Team mit Ihnen, welche Form der Schmerzbehandlung geeignet ist; dabei werden Vor‑ und Nachteile von Regionalanästhesie und Vollnarkose, Risiken und der Ablauf besprochen.
Bei einer Regionalanästhesie betäubt der Anästhesist gezielt die Nerven der Hand, sodass Sie wach, aber schmerzfrei bleiben; die Wirkung setzt meist schnell ein und die Nachwirkungen sind in der Regel gering.
Alternativ wird die allgemeine Narkose gewählt, wenn vollständige Bewusstlosigkeit gewünscht ist; Sie schlafen tief und das Team überwacht Ihre Vitalfunktionen während des gesamten Eingriffs.
Anschließend erfolgt die Induktion meist intravenös nach Präoxygenierung: Sie erhalten Medikamente zur Bewusstseins‑ und Schmerzunterdrückung, Atemwege und Kreislauf werden gesichert und überwacht, und nach dem Eingriff wachen Sie im Aufwachraum auf, wo mögliche Nebenwirkungen behandelt werden.
Zunächst führt der Operateur eine präzise Inzision durch, die Haut und Faszien minimal traumatisiert; Sie spüren davon im Lokalanästhesie-Fall nichts, und die Schnittführung berücksichtigt anatomische Landmarken sowie spätere Nahtlinien.
Danach rekonstruiert das Team Sehnen, Nerven und knöcherne Strukturen, wobei Sie von stabilen Fixationen und anatomischer Ausrichtung profitieren, um Funktion und Sensibilität zu erhalten.
Weiterhin legt man besonderen Wert auf spannungsfreies Vernähen der Sehnen, mikrochirurgische Nahttechniken bei Nervenrekonstruktionen und knöcherne Stabilisierung mittels Schrauben oder Platten, damit Sie möglichst rasch Mobilität und Kraft zurückerlangen.
Anschließend nähren die Chirurgen häutige Wundränder sorgfältig, setzen ggf. subkutane Nähte und planen Drainagen oder Verbandskonzepte, damit Sie ein elastisches, unauffälliges Narbenbild erhalten.
Abschließend werden Nahtmaterial und Fadenzug abgestimmt, um Ischämierisiken zu minimieren; Sie erhalten klare Anweisungen zur Ruhigstellung und Wundpflege, damit die Heilung ohne Wunddehiszenz und mit bestmöglicher Funktion verläuft.
Sofort nach der Operation werden Sie intensiv überwacht: Verband und Nahtkontrolle, Überprüfung von Vitalzeichen und gezielte Beobachtung möglicher Komplikationen sichern die Basis für die weitere Versorgung.
Anschließend bleiben Sie im Aufwachraum, wo Vitalfunktionen kontinuierlich kontrolliert und Narkoseauswirkungen beobachtet werden; das Pflegepersonal weist Sie zu ersten Verhaltensregeln an.
Weiterhin prüft das Team regelmäßig Puls, Hautfarbe, Temperatur und Kapillarfüllzeit Ihrer Hand, um Durchblutungsstörungen früh zu erkennen.
Dabei werden Ihre Fingernägel, die Schwellung und Schmerzlokalisation gezielt beurteilt; bei Auffälligkeiten erfolgt sofortige Intervention wie Verbandsentlastung, bildgebende Kontrolle oder direkte Rücksprache mit dem Operateur.
Zudem erhalten Sie angepasste Analgetika peroral oder intravenös; Schmerzskalen helfen, die Wirkung zu bewerten und Dosisanpassungen vorzunehmen.
Ferner kommen bei Ihnen neben Opioiden auch nicht-opioide Analgetika, regionale Nervenblockaden oder lokale Anästhetika zum Einsatz; das Schmerzteam überwacht Nebenwirkungen und plant eine abgestufte Entwöhnung, um Ihre Mobilität und Rehabilitation zu fördern.
Nach der Operation kontrolliert das medizinische Team regelmäßig Ihre Wunde, wechselt Verbände und beurteilt Heilung, Schwellung und Infektionszeichen; Sie lernen, Pflegeschritte zu Hause sicher durchzuführen.
Zunächst beginnen Sie unter Anleitung mit sanften Bewegungsübungen, die Gelenkbeweglichkeit und Muskulatur fördern, um Verklebungen zu vermeiden und die Funktion schrittweise wiederherzustellen.
Anschließend steigern Therapeut und Sie die Intensität mit gezielten Kraft-, Koordinations- und Sensibilitätsübungen; regelmäßige Heimübungen, Anpassung an Schmerzen und Verlaufskontrollen sichern nachhaltige Verbesserung und Rückkehr zu alltäglichen Tätigkeiten.
Weiterhin sollten Sie Belastung, Schlafposition und Alltagshilfen anpassen, um Überlastung zu vermeiden; Schonphasen wechseln sich mit angepasster Aktivität ab, bis die Hand stabil belastbar ist.
Dadurch lernen Sie, Hilfsmittel wie Schienen und Greifhilfen zielgerichtet einzusetzen, berufliche Tätigkeiten schrittweise wieder aufzunehmen und ergonomische Strategien zu integrieren, damit Langzeitschäden vermieden werden.
Behalte im Blick, dass der Heilungsprozess Zeit braucht und du mit konsequenter Nachsorge, regelmäßigen Kontrollen und der Mitarbeit in der Handtherapie den besten Beitrag zu einer funktionellen Wiederherstellung leistest.
Achte darauf, realistische Ziele mit deinem Ärzteteam zu besprechen, offene Fragen sofort zu klären und unangenehme Symptome wie anhaltende Schmerzen, Fieber oder Wundprobleme umgehend zu melden, damit Komplikationen früh erkannt werden.
Vertraue auf die empfohlenen Rehabilitationsmaßnahmen, nutze Hilfsmittel gezielt und scheue dich nicht, Unterstützung im Alltag anzunehmen, denn aktive Mitarbeit und Geduld sind entscheidend für die dauerhafte Wiederherstellung deiner Handfunktion.
Handchirurgie am Wittelsbacherplatz
Prof. Dr. med Helen Abel
Handchirurgin, Orthopädin und Unfallchirurgin
Finkenstraße 7
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© Handchirurgie Prof. Dr. Helen Abel
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